Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: April 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Eduard Zuban, Lincolnstraße 1c, 86156 Augsburg (nachfolgend "Anbieter") und dem Kunden über die Nutzung der Software MailDesk als Cloud-Dienst (SaaS) oder als Self-Hosted-Lösung.

MailDesk richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Mit der Registrierung oder dem Erwerb einer Lizenz bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer handelt.

Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsgegenstand

MailDesk ist ein Email-to-Ticket-System zur Verwaltung von Kundenanfragen per E-Mail. Der Anbieter stellt die Software in zwei Varianten bereit:

  • Cloud (SaaS): Der Anbieter betreibt die Software auf seiner Infrastruktur. Der Kunde greift über das Internet auf den Dienst zu.
  • Self-Hosted: Der Kunde erhält eine Lizenz zur Installation und zum Betrieb der Software auf eigener Infrastruktur.

Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweils gewählten Tarif bzw. der erworbenen Lizenz.

3. Vertragsschluss

Der Vertrag kommt durch die Registrierung eines Benutzerkontos und die Auswahl eines Tarifs (Cloud) bzw. durch den Erwerb einer Lizenz (Self-Hosted) zustande. Mit Abschluss des Bestellvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab, das der Anbieter durch Freischaltung des Zugangs bzw. Übermittlung des Lizenzschlüssels annimmt.

4. Leistungsbeschreibung (Cloud)

Im Cloud-Modus stellt der Anbieter die Software als Software-as-a-Service bereit. Dies umfasst:

  • Bereitstellung und Betrieb der Anwendung auf Servern in Deutschland
  • Regelmäßige Updates und Sicherheitspatches
  • Datensicherung (Backups)
  • Technischen Support per E-Mail

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresdurchschnitt an. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt und sind von der Verfügbarkeitsberechnung ausgenommen. Höhere Gewalt, Störungen im Internet oder beim Hoster des Anbieters begründen keinen Leistungsanspruch.

5. Leistungsbeschreibung (Self-Hosted)

Im Self-Hosted-Modus erhält der Kunde eine zeitlich begrenzte Lizenz zur Installation und zum Betrieb der Software auf eigener Infrastruktur. Dies umfasst:

  • Bereitstellung des Software-Images (Docker) und eines Lizenzschlüssels
  • Zugang zu Updates für die Dauer der aktiven Lizenz
  • Technischen Support per E-Mail

Der Kunde ist selbst verantwortlich für die Bereitstellung der Infrastruktur, die Installation, den Betrieb, die Datensicherung und die Einhaltung der Systemanforderungen. Der Lizenzschlüssel ist an eine Installation gebunden und darf nicht weitergegeben werden.

6. Vergütung und Zahlung

Die Vergütung richtet sich nach dem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Tarif bzw. Lizenzpreis. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

  • Cloud: Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus per Kreditkarte oder SEPA über den Zahlungsdienstleister Stripe.
  • Self-Hosted: Die Lizenzvergütung wird einmalig oder als Jahresabonnement im Voraus fällig.

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach vorheriger Mahnung mit angemessener Fristsetzung einzuschränken oder zu sperren.

7. Kostenloser Tarif

Der Anbieter kann einen kostenlosen Tarif mit eingeschränktem Funktionsumfang anbieten. Dieser kann vom Anbieter jederzeit geändert, eingeschränkt oder eingestellt werden. Ein Anspruch auf dauerhafte Bereitstellung des kostenlosen Tarifs besteht nicht.

8. Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich:

  • Korrekte und vollständige Angaben bei der Registrierung zu machen
  • Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben
  • Die Software nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen (insbesondere Spam-Versand, Verbreitung rechtswidriger Inhalte)
  • Keine Maßnahmen zu ergreifen, die die Funktionsfähigkeit der Software oder Infrastruktur beeinträchtigen
  • Bei Self-Hosted: den Lizenzschlüssel nicht weiterzugeben, öffentlich zu machen oder für mehr als eine Installation zu verwenden
  • Für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Pflichten gegenüber seinen eigenen Kunden und Nutzern selbst verantwortlich zu sein

9. Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Cloud-Modus im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere E-Mail-Inhalte und Ticketdaten), schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

10. Geistiges Eigentum

Sämtliche Rechte an der Software MailDesk (Quellcode, Design, Dokumentation, Marke) verbleiben beim Anbieter. Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertragsverhältnisses im Rahmen des vereinbarten Tarifs.

Die vom Kunden eingegebenen oder importierten Daten (E-Mails, Tickets, Anhänge, Knowledge-Base-Artikel) verbleiben im Eigentum des Kunden. Der Anbieter erwirbt hieran keine Rechte.

11. Laufzeit und Kündigung

  • Cloud (monatlich): Der Vertrag verlängert sich jeweils um einen Monat und kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
  • Cloud (jährlich): Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr und kann mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
  • Self-Hosted: Die Lizenz gilt für den im Lizenzschlüssel hinterlegten Zeitraum und verlängert sich bei Abonnement-Lizenzen automatisch, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Die Kündigung erfolgt über die Kontoeinstellungen oder per E-Mail an info@maildesk.cloud. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Nach Vertragsende werden die Kundendaten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde kann vor Ablauf einen Export seiner Daten anfordern.

12. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlte Vergütung.

Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit dieser nicht auf einer Verletzung einer Kardinalpflicht beruht.

Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch unsachgemäße Nutzung, fehlerhafte Konfiguration durch den Kunden (insbesondere bei Self-Hosted) oder durch Dritte verursacht werden.

13. Gewährleistung

Der Anbieter gewährleistet, dass die Software im Wesentlichen den in der jeweiligen Leistungsbeschreibung genannten Funktionen entspricht. Ein Anspruch auf fehlerfreien Betrieb besteht nicht.

Mängel werden vom Anbieter nach Kenntnisnahme in angemessener Frist behoben. Der Anbieter entscheidet nach eigenem Ermessen, ob die Behebung durch Fehlerkorrektur, Workaround oder Update erfolgt.

14. Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur für die Zwecke des Vertragsverhältnisses zu verwenden. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort.

15. Preisänderungen

Der Anbieter behält sich vor, Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu ändern. Der Kunde wird per E-Mail über Preisänderungen informiert und kann den Vertrag vor Inkrafttreten der Änderung kündigen.

16. Höhere Gewalt

Keine Partei haftet für die Nichterfüllung ihrer Pflichten, soweit die Nichterfüllung auf Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb ihrer zumutbaren Kontrolle liegen (höhere Gewalt), insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Pandemien, behördliche Anordnungen oder großflächige Ausfälle der Internetinfrastruktur.

17. Änderungen der AGB

Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der Frist und die Folgen des Schweigens hinweisen.

18. Schlussbestimmungen

  • Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  • Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Augsburg.
  • Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
  • Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (§ 126b BGB).